Agiles Prozessmanagement für IT Unternehmen

März 22, 2007

Agile Prozesse vs. CMMI

Filed under: CMMI — Armin Guenther @ 17:51

Auf den Seiten des Software Engineering Institut (Link siehe Blogroll) gibt es zahlreiche Veröffentlichungen die das Zusammenwirken von CMMI (Capability Maturity Model Integration) und agilen Prozessen untersuchen. Zwei für diese Arbeit interessante Präsentationen möchte ich hier vorstellen:

1. agileCMMI. Process Innovation at the Speed of Life

In der Präsentation „agileCMMI. Process Innovation at the Speed of Life“ wird ein Prozessmodell vorgestellt, dass dem Slogan: „Just enough, not too much” folgt. Damit kann die agile Herangehensweise mit dem CMMI verschmolzen werden.

Zuerst wird CMMI der Agilen Herangehensweise gegenübergestellt. Jeff Dalton zeigt ebenso häufige Fehleinschätzungen der Herangehensweisen. Er formuliert die Herausforderung für agile Prozesse wie folgt:

„How to be Agile, show results, know where you’re going, and make upper-management comfortable all at the same time?“

„Adopt a Process Architecture that can be implemented with Agility but has the look and feel of a Waterfall.“

Das Prozessmodell das entworfen wird zeigt das Agilität und CMMI komplementär sind, wenn beide in der richtigen „Dosis“ angewendet werden.

Download: agileCMMI. Process Innovation at the Speed of Life


2. Agile/ Lean Development and CMMI

In der Präsentation: „Agile/ Lean Development and CMMI“ wird ebenso das Verhältnis zwischen dem Capability Maturity Model Integration und den Agilen Entwicklungspraktiken und -methoden untersucht. Beide Konzepte werden mit ihren wichtigsten Aussagen dargestellt. In der Workshop Diskussion ab Folie 50 werden die einzelnen Ziele und Praktiken der Prozessgebiete des CMMI näher untersucht. Jedes Prozessgebiet, jedes Ziel und jede Praktik wird daraufhin untersucht, ob sie das agile Entwicklungskonzept unterstützt oder nicht. Diese Präsentation ist die Grundlage für die Darstellung des CMMI auf der Seite „Bodies of Knowledge“.

Download: Agile/ Lean Development and CMMI

Die im Kommentar erwähnten Artikel sind hier verlinkt:

Agile Methods and CMMI: Compatibility or Conflict?

Extreme Programming from a CMM Perspective

Die Artikel sind eine sehr gute Ergänzung zu dieser Zusammenstellung auf die in dem Beitrag „Transfermöglichkeiten aus CMMI“ vom 9. April verwiesen ist. (Dieser Beitrag ist auch auf der Seite „Bodies of Knowledge“ zu finden)

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5 Kommentare »

  1. Es gibt bereits aus dem Jahr 2001 eine Untersuchung („Extreme Programming from a CMM Perspective“) von Paulk in IEEE Software, Nov/Dez Ausgabe zur Untersuchung von XP und CMM.

    Eine weitere Untersuchung („Agilität und Prozessreife: Erfüllbarkeit der CMMI-Prozessgebiete durch agile Methoden am Beispiel von XP“) wurde auf der diesjährigen GI SE2007 Konferenz in Hamburg von Fritzsche und Keil (Uni München) vorgestellt.

    Beide Untersuchungen kommen zum Schluss, dass Agilität und CMMI möglich ist, zumindest bis Level 3. Darüber wird es schwierig, da dort CMMI sehr stark ein messendes Element vorgibt.

    Gruß,

    Sebastian

    PS: Für eine Diplomarbeit sollte man nicht irgendwelche Powerpoint Präsentationen bemühen, die man irgendwo im Netz findet!

    Kommentar von Sebastian Stein — April 20, 2007 @ 15:37 | Antwort

  2. Vielen Dank für die nützlichen Hinweise! Ich habe die Artikel (welche verfügbar waren) in dem Beitrag verlinkt.
    Die Artikel ergänzen meinen Beitrag sehr gut, indem hier analysiert wird, inwieweit agile Methoden (speziell eXtreme Programming) CMMI unterstützen.
    In meiner Zusammenstellung steht die Analyse der Nützlichkeit von CMMI bei agilen Entwicklungsanstrengungen im Vordergrund. Die Frage ist hier: Erlaubt CMMI agile Entwicklung?
    Die Artikel hingegen untersuchen, in wieweit die Agilen Methoden die Prozessgebiete unterstützen oder in Konflikt mit diesen stehen. Der Artikel „Agil Methods and CMMI: Compatibility or Conflict“ zeigt sehr schön wie eXtreme Programming in den einzelnen Prozessgebieten ausgestaltet werden muss.
    Viele Grüsse,
    Armin Günther
    PS: Die Präsentationen auf die ich mich stütze habe ich nicht irgendwo im Netz gefunden, sondern sie stehen auf der offiziellen Seite des Software Engineering Institute, dem Verfasser des CMMI.

    Kommentar von Armin Guenther — April 23, 2007 @ 15:22 | Antwort

  3. Die Frage der Quellen und deren Nutzung ist ein wichtiges Thema. Natürlich ist gerade bei Quellen aus dem Internet eine entsprechende Sorgfalt und Qualifizierung (z.B. Relevanz, Richigkeit, Neutralität) sicherzustellen. Im Grunde sind solche Quellen ein guter Startpunkt für eine Recherche, dürfen aber nicht der Endpunkt der Recherche sein.

    Ein etwas anderes Thema ist die Nutzung solcher Quellen in einem begleitenden Weblog. Hier sehe ich auch Argumente, die in Richtung Meinungsfreude, Subjektivität, Unterhaltsamkeit und Aktualität gehen. Ich mache mir dazu mal ein paar Gedanken, wie man diese unterschiedlichen Erwartungen berücksichtigen kann.

    Kommentar von Joachim Niemeier — April 24, 2007 @ 9:00 | Antwort

  4. Keine Frage, du kannst eine Powerpoint in einem Blog verwenden, in deiner Diplomarbeit ist es aber keine gültige Quelle. Das ändert sich auch nicht, wenn das SEI die Präsentation höchst persönlich ins Netz gestellt hat.

    Bezüglich CMMI und agile Methode: Ich glaub die Fragestellung der von mir genannten Autoren ist nicht so verschieden. Auch sie wollten natürlich wissen, ob CMMI immer starres Vorgehen heißen muss, oder ob es Agilität zulässt. Bildlich gesprochen bedeutet dies, dass die einen von links die anderen von rechts schauen.

    Kommentar von Sebastian Stein — April 30, 2007 @ 22:02 | Antwort

  5. eXtreme Programming ist ein agiler Prozess

    Nachdem gestern SCRUM als erster Vertreter der agilen Entwicklung vorstellt wurde, möchte ich Heute einen Schritt weiter gehen und auf XP (eXtreme Programming) eingehen. Die Methodik steht klar unter dem Motto von Dwight D. Eisenhower: “…

    Trackback von Jahooda — September 25, 2007 @ 9:21 | Antwort


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