Agiles Prozessmanagement für IT Unternehmen

Mai 14, 2007

Elemente einer EPK

Filed under: Prozesse — Armin Guenther @ 17:24

In dem Beitrag „Prozessmodellierung mit der EPK“ vom 17. April wurde die EPK kurz dargestellt. Im Folgenden soll auf die einzelnen Elemente näher eingegangen werden:

Funktionen: Die in einem Geschäftsprozess zu leistenden Tätigkeiten werden in Funktionen erfasst. Es wird also beschrieben was gemacht werden soll. Funktionen können zerlegt bzw. aggregiert werden. Eine Zerlegung sollte jedoch dort enden, wo die einzelne Funktion in einem Arbeitsablauf bearbeitet wird und keine betriebswirtschaftlich sinnvolle Zerlegung mehr stattfinden kann. Somit beschreibt eine Funktion innerhalb eines EPK Modells je nach Abstraktionsgrad eine Aktivität des Geschäftsprozesses, die bei Bedarf verfeinert werden kann.

Ereignisse: Bei diesem Begriff beschränkt man sich auf betriebswirtschaftlich relevante Ereignisse, die Abläufe im Unternehmen beeinflussen und steuern. Ereignisse beschreiben die Ergebnisse oder die Bedingungen für die Ausführung von Funktionen und können wie diese zusammengefasst oder zerlegt werden. Die Ereignisse müssen sich hier an dem Aggregationsniveau der Funktionen orientieren. Für die Funktionsverknüpfung ist es wichtig zu betonen, dass Ereignisse passive Objekttypen sind.

Prozesswegweiser: Diese Elemente werden in der Praxis häufig verwendet. Sie sind ein Verweis auf andere EPK und symbolisieren den weiteren Verlauf eines Prozesses in einer anderen EPK auf die hierdurch referenziert wird. Es gibt drei Gründe Epks durch Prozesswegweiser miteinander zu verknüpfen:

1.      Ein unübersichtlicher Prozess (bzw. eine unübersichtliche, lange EPK) muss in verschiedene Teilprozesse aufgeteilt werden.

2.   Kleine EPKs werden in zahlreichen anderen Teilprozessen benötigt. Durch den Verweis auf diese wird die Modellierung vereinfacht.

3.   Die Zusammenhänge von Geschäftsprozessen sollen erfasst werden.

Es gibt bei einer Modellierung mit einem Prozesswegweiser immer zwei EPKs. Eine „aufrufende EPK“ enthält einen Prozesswegweiser, der den Aufruf eines anderen Prozesses signalisiert. Eine „aufgerufene EPK“ in der ein Prozesswegweiser anzeigt, dass sie aufgerufen wurde. Daraus leiten sich folgende Regeln ab:

  • Der Prozesswegweiser in einer aufrufenden EPK steht an Stelle einer Funktion und gibt sowohl die Verknüpfungsstelle an, als auch welche EPK aufgerufen werden soll.

  • Der Prozesswegweiser in einer aufgerufenen EPK, steht anstelle einer Funktion und auch die Verknüpfungsstelle an. Daneben bezeichnet er von welcher EPK der Aufruf kommt.

  • Das Ereignis vor dem Prozesswegweiser in der aufrufenden EPK wird nach dem Prozesswegweiser wiederholt. Hierdurch kann man sich das Zusammenführen der zwei EPKsvorstellen.

Operatoren: Die Verknüpfungsoperatoren legen die jeweilige Ablauflogik innerhalb eines Geschäftsprozesses fest. Ein Verknüpfungsoperator kann entweder eine Eingangs- und mehrere Ausgangskanten (Operator = Verteiler) oder mehrere Eingangs- und eine Ausgangskante (Operator = Verknüpfer) haben. Es werden die konjunktiven („UND“), disjunktiven („XOR“) und adjunktiven („ODER“) Operatoren benötigt, da in der Praxis Funktionen von mehreren Ereignissen angestoßen werden und auch mehrere Ereignisse auslösen. Mit diesen Operatoren lassen sich nun zwei verschieden Verknüpfungsarten differenzieren. Die Ereignisverknüpfung verknüpft zwei oder mehrere Ereignisse mittels eines Operators mit einer Funktion. Bei einer Funktionsverknüpfung verbindet der Operator zwei oder mehrere Funktionen mit einem Ereignis. Alle möglichen Kombinationen sind in der unten stehenden Abbildung, eingezeichnet. Man beachte, dass die Funktionsverknüpfung mit einem auslösenden Ereignis nur über eine „UND“ Verknüpfung möglich ist, da, wie bei der Erläuterung der Ereignisse erwähnt, die Passivität dieser keine aktive Entscheidung erlaubt. „ODER“ und „XOR“ Verbindungen sind in diesem Fall also nicht möglich.

Download: Dieser Beitrag mit Quellenangaben

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