Agiles Prozessmanagement für IT Unternehmen

Mai 21, 2007

Modellierung von Prozessabläufen mit der EPK

Filed under: Prozesse — Armin Guenther @ 16:46

Im Folgenden sollen die Modellierungsmöglichkeiten mit der EPK anhand von unterschiedlichen Ablaufformen beschrieben werden.

Sequenz: Sequenzielle Abläufe sind sehr einfach durch Ketten, in denen Ereignisse und Funktionen sich abwechseln, zu modellieren. Da keine Operatoren zum Einsatz kommen, hat jedes Ereignis und jede Funktion sowohl einen eingehenden, als auch einen ausgehenden Pfeil. Somit werden die Elemente sequentiell abgearbeitet.

Selektion: Alternative Abläufe werden mit den Operatoren XOR bzw. „ODER“ modelliert. Die Entscheidung über eine der Alternative wird innerhalb der davor stehenden Funktion getroffen. Ereignisse kommen hierfür nicht in Betracht.

Iteration: Nach Knolmayer u.a. werden iterative Teilprozesse mit einer Funktion dargestellt, in der die Entscheidung über Widerholung oder Nicht-Wiederholung erfolgt. Ein XOR Operator wird eingefügt, aus dem ein ausgehender Pfeil die Iteration über den bereits durchlaufenen Teil der EPK darstellt. Dieser ausgehende Pfeil wird ebenso über einen XOR Operator in die EPK wieder eingeschleift. Staud ergänzt, dass die Rückschleife mit einem Ereignis beginnen kann, das den Bedarf an der Wiederholung eines Abschnittes aufzeigt. Die Folgenden Darstellungen zeigen diese Möglichkeiten:

Abbildung : Zyklische EPK

Parallelität: Parallele Abläufe können mit dem UND Operator modelliert werden. Die parallelen Teilprozesse können dabei von einer Funktion ausgehen, die zwei oder mehrere Ereignisse auslöst bzw. von einem Ereignis ausgehen das zwei oder mehrere Funktionen auslöst. Die Teilprozesse werden auch wieder über einen UND Operatorzusammengeführt.

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1 Kommentar »

  1. Ein ganz wichtiger Satz ist, dass die Ereignisse nicht genutzt werden können, um eine Entscheidung zu modellieren. Dies wird gerne immer wieder falsch gemacht, auch in wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Bei der Selektion muss man noch auf die Probleme des OR Operators hinweisen. Das öffnende OR ist semantisch klar, allerdings nicht das schließende. Soll der Prozessablauf schon fortgesetzt werden, wenn min. 1 Token durch einen Branch angekommen ist beim OR oder erst wenn alle am verzweigenden OR gesendeten Tokens angekommen sind. Dieses Problem ist bekannt als die nicht-lokale Semantik der EPK und man sollte in der Praxis versuchen es entweder zu vermeiden oder für sich klar zu definieren, was damit gemeint ist.

    Gruß,

    Sebastian

    Kommentar von Sebastian Stein — Mai 23, 2007 @ 9:54 | Antwort


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